08 – Kann Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung ausreichend auf die Schule vorbereiten? Eine Diskussion mit Teresa Miss

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avatar Teresa Miss

In dieser Podcastfolge tausche ich mit Teresa Miss über die Frage aus, ob die Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung ausreichend auf die Schule vorbereitet.

2 Antworten auf „08 – Kann Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung ausreichend auf die Schule vorbereiten? Eine Diskussion mit Teresa Miss“

  1. Hallo Ihr Lieben,
    ein spannendes Thema welches Ihr hier aufbröselt.
    Für mich ist erstmal die gesamte Zeit vor der Schule, Vorschule!
    Gelernt wird immer und überall und zwar für das ganze Leben.

    Ich habe mich lange mit dieser Thematik beschäftigt. Neben der bedürfnisorientierten Begleitung stehe ich voll hinter einer situationsorientierten Projektarbeit mit Ansätzen aus der Reggiopädagogik. Hiermit kann ich alle Kinder aller Altersklassen abholen, begleiten und ganz nebenbei “lernen” sie das Lernen fürs Leben mit viel Freude und Begeisterung. Kein Projekt gleicht dem anderen. Die Kinder entscheiden selbst, was, in welchem Umfang, wie lange, wann, mit wem und wie sie aktiv (bzw. als Zuschauer) werden möchten….
    Jahrelang haben wir so in unserer Kita gearbeitet und auch auch ich war immer Mitlernende und holla meine grauen Zellen waren oft sehr gefordert.

    Der Situationsansatz und die bedürfnisoriente Arbeit ergänzen sich denke ich hier sehr gut, bzw. ist der Begriff bedürfnisorientiert eine neue und Bezeichnung des Situationsansatzes.

    1. Hallo Melanie, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich liebe die Projektarbeit der Reggiopädagogik. Dank der Reggiopädagogik habe ich begriffen, wie lebensnahes, situatives, kindorientiertes Lernen eigentlich funktioniert und welche Rolle ich dabei als Begleiterin einnehme. Mich erreichen gerne immer wieder Fragen dazu, wo die Abgrenzung zwischen Bedürfnisorientierung und Reggio, Situationsansatz, Partizipation usw. verlaufen. Das lässt sich so einfach nicht beantworten. Die Bedürfnisorientierung ist eine Haltung, bei der der Fokus auf den Bedürfnissen, Gefühlen und Grenzen aller Beteiligten in der Kindergartengruppe (auch der Erwachsenen) liegen. Was Lernen und Bildung angeht würde ich sagen, kann man den Situationsansatz sehr gut auf die Bedürfnisorientierung beziehen weil die Bedürfnisse aller Beteiligten im Fokus stehen, eben auch das Bedürfnis etwas bestimmtes in einem Moment lernen zu wollen und in Erfahrung zu bringen (sowohl Erwachsene als auch Kinder). Genau das ist ja auch die Idee des Situationsansatzes. Die Bedürfnisorientierung versucht sich in jedem Moment die Bedürfnisse eines Kindes zu vergegenwärtigen insbesondere in Konfliktsituationen, vermeintlich aggressivem Verhalten, auch die Gefühle und Bedürfnisse der Fachkräfte mit einzubeziehen. Wenn du also Situationsansatz so auslegst, dass die Bedürfnisse eines jeden Kindes und jeder Fachkraft in der Einrichtung in den Aushandungsprozess bei der Gestaltung des Kindergartentages einbezogen wird, gebe ich dir Recht. Ich mag den Situationsansatz, er wird nur leider sehr falsch verstanden und nicht wie ursprünglich gedacht in die Praxis umgesetzt finde ich. Was denkst du dazu?

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