78 – Wörterzauber statt Sprachgewalt – Wie Adultismus Kinder prägt. Lea im Interview

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Lea Wedewardt

In dieser Folge werde ausnahmsweise mal ich interviewt von den beiden Hosts des Podcasts „Sprech-Aktiv“ Mirco und Christoffer. Im Zentrum steht mein Buch zum achtsamen Sprechen in Kita, Krippe und Kindertagespflege „Wörterzauber statt Sprachgewalt“.

Die beiden Oberthemen, zu denen mich die beiden befragen sind Adultismus und Sprachgewalt. Konkret erfahrt ihr folgende Inhalte. Ihr erfahrt etwas über…

  • mich, meine Arbeit und meine Visionen
  • Adultismus als erste Diskriminierungsform
  • Die Relevanz der eigenen Prägungen, über »Glaubenssätze« und wie sie verändert werden können
  • Das Problem und der Einfluss von Bewertungen und bewertender Sprache wie »Das hast Du aber fein gemacht!«
  • Manipulation und ob sie manchmal in positiver Weise notwendig ist
  • Bitten statt Fordern – und wo die Grenzen von Bitten sind
  • Hilfsmittel zur Einbettung einer freundlicheren Sprechkultur

Den Podcast „Sprech-aktiv“ von Mirco und Christoffer findest du hier

Kontakt zu mir: bo.kinderbetreuung@gmail.com Webseite: https://www.beduerfnisorientierte-kinderbetreuung.de/ BO Akademie: www.bo-akademie.de, kontakt@bo-akademie.de, Die Webinare der BO Akademie und das Methodenkarten-Set kann hier gebucht oder erworben werden. Die Methodenkarten zum Buch „Wörterzauber statt Sprachgewalt“ sind hier zu erwerben. Instagram: @derkitapodcast, Facebookgruppe: „Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung“

Dir hat die Podcastfolge gefallen und du möchtest mir deine Wertschätzung ausdrücken? So würde ich mich über eine Spende freuen. Ich erstelle die Podcastfolgen ehrenamtlich und bin dankbar für deine Unterstützung.

77 – Schüchterne Kinder in der Kita begleiten

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Lea Wedewardt
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Inke Hummel

Wilde, laute Kinder stehen oft im Fokus pädagogischer Fachkräfte. Das ist auch nur zu verständlich, denn sie sind es oft, die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Oft vergessen werden jedoch die ruhigen, schüchternen Kinder. Sie sollen deshalb im Mittelpunkt dieser Podcastfolge stehen.

Mit meiner heutigen Gästin, Pädagogin und Expertin für das Thema Schüchternheit Inke Hummel werden wir in dieser Podcastfolge all eure Fragen zum Thema Schüchternheit beantworten.

Zum Beispiel gehen wir der Frage nach, was Schüchternheit eigentlich bedeutet, wie Schüchternheit begegnet werden kann und wie Kinder mit einem schüchternen Temperament durch pädagogische Fachkräfte unterstützt werden können. Auch die Frage zur Eingewöhnung schüchterner Kinder spielt eine Rolle.

Kontakt zu Inke Hummel: www.inkehummel.de
https://twitter.com/HummelFamilie
https://www.instagram.com/inkehummel/
https://www.humboldt.de/product/9783842616479/mein-wunderbares-schuechternes-kind

Kontakt zu mir: bo.kinderbetreuung@gmail.com Webseite: https://www.beduerfnisorientierte-kinderbetreuung.de/ BO Akademie: www.bo-akademie.de, kontakt@bo-akademie.de, Die Webinare der BO Akademie und das Methodenkarten-Set kann hier gebucht oder erworben werden. Instagram: @derkitapodcast, Facebookgruppe: „Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung“

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76 – Zusammenarbeit mit Familien aus systemischer Sicht mit Christin Füchtenschneider

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Lea Wedewardt
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Christin Füchtenschneider

Die Zusammenarbeit mit Eltern/ Familien ist für viele pädagogische Fachkräfte eine große Herausforderung. Meine Gästin iChristin Füchtenschneider, Kindheitspädagogin, hat zwölf Jahre Erfahrung als Kita Leiterin in der Zusammenarbeit mit Eltern. Ihre Qualifizierung als systemische Beraterin und Supervisorin ermöglicht es, in dieser Folge einen besonderen Blick auf die Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Fachkräften zu legen. Wir betrachten die Zusammenarbeit unter systemischen Gesichtspunkten.

In dieser Podcastfolge gehen wir den Fragen nach, was bedeutet es, systemisch zu arbeiten? Wie kann mir die systemische Haltung bei der Zusammenarbeit mit Familien behilflich sein? Was ist für die Zusammenarbeit mit Familien wichtig? Welche Gefühle und Bedürfnisse haben Eltern in der Kita und wie kann man ihnen achtsam begegnen? Und welche verschiedenen familiären Strukturen gilt es bei der Zusammenarbeit zu berücksichtigen?

Kontakt zu Christin: https://www.beratung-mitherzundleidenschaft.de/ Instagram: @mit_herz_und_leidenschaft, christin.fuechtenschneider@gmx.de

Kontakt zu mir: bo.kinderbetreuung@gmail.com

Webseite: https://www.beduerfnisorientierte-kinderbetreuung.de/ BO Akademie: www.bo-akademie.de, kontakt@bo-akademie.de, Die Webinare der BO Akademie können hier gebucht werden. Instagram: @derkitapodcast, Facebookgruppe: „Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung“

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Liste empfehlenswerter Kitas, Krippen und Kindertagespflegestätten, die bedürfnisorientiert arbeiten

Viele Fachkräfte sind mit der pädagogischen Haltung ihrer Kolleginnen und Kollegen unzufrieden. Auch Eltern hadern mit der Kita ihrer Kinder. Die Werte und pädagogischen Methoden stimmt allzu oft nicht mit den eigenen Vorstellungen über die bedürfnisorientierte Begleitung von Kindern überein. Deshalb sind viele auf der Suche nach einer Einrichtung, die zu den eigenen Werten passt – nach einer bedürfnisorientiert arbeitenden Kita.

Deshalb wurden in der Facebook Gruppe „Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung“ und bei Instagram immer wieder Kitas gesammelt, die als bedürfnisorientiert arbeitend eingestuft werden. Es gilt zu bedenken, dass diese Liste aus Empfehlungen erstellt und nicht auf der Grundlage objektiver Kriterien erhoben wurde.

Baden-Württemberg
– Kindergruppe Nikolausstraße Stuttgart Ost
– Stadtzwerge Heilbronn
– Waldwichtel St. Leon-Rot
– Kita St. Franziskus im Kirchtal
– Kinderhaus Waldau Schwäbisch Gmünd
– Kinderkrippe Tausendfüßler Schriesheim
– Kinderkrippe Tausendfüssler Hirschberg a.d. Bergstraße
Bayern
– Waldkindergarten Aichhörnchenkobel Aichach 
– Fröbel Kinderkrippe Galopperstraße München
– KITA Klostermäuse Beyharting 
– Fortschritt Kinderhaus Grafrath
– Montessori Kinderhaus Aschaffenburg
– Haus für Kinder untere Au Gaimersheim
– Evangelische Montessori Kinderkrippe Dönauwörth
– Kita Kringelland in Dillingen an der Donau
– Awo Kinderhaus Steinhöring
– Natuerlebnis Kitas Alzenau
Berlin
– Kinderladen Sonnengarten
– Kinderladen “die Optimisten”
– Kita Motzstraße in Tempelhof Schöneberg
– JuLiKinder Berlin Steglitz
– Kinderladen wilde Hummeln Berlin Wilmersdorf
– APEGO-Kita Berlin
– Herzberger Wurzelzwerge Berlin Lichtenberg
– Lichtenrader Kinderoase Berlin Lichtenrade
Brandenburg
– Kinderfaculty Eberswalde
Bremen
– Elternverein Murmel in Bremen Borgfeld
Hamburg
– Die NestRocker in Hamburg 
– Kita Hansekinder
– Pünktchens Tintenklecks
–  Kita Nordvind
Hessen
– Krabbelstube Sausebraus in Frankfurt am Main Höchst
– Amselnest in Frankfurt am Main Unterliederbach
– Waldorfkindergarten Witzenhausen (Hessen)
– Kahl am Main beim NaturErlebnis eV.
– Kindergarten Manderbach in Manderbach/ Dillenburg
– Kita Leerbachstr. Innenstadt I Frankfurt am Main
Krabbelstube Pfuetzenacker Oberursel
Mecklenburg Vorpommern
– Kita St Thomas Morus in Rostock
Niedersachsen
– Krippe Arche Noah Wurster Nordseeküste
– KiTa Die Tweelis Oldenburg
NRW
– Fortschritt Kinderhaus Grafrath 
– Kinderhaus Kunterbunt Paderborn
– Kinderladen das Kind e.V. Düsseldorf
– Kita St. Barbara Broicher Siedlung Alsdorf
– Gerry Weber Kita Kids World Halle (Westfalen)
– Kids World Halle Westphalen
– Naturkindergarten Üllehütt
Rheinland Pfalz
– Kindertagesstätte Unkel, Schulstr. 3 in Unkel
Sachsen
– Kita Striesener Entdeckerland Dresden
Schleswig Holstein
– Waldorf Krippe Mäander
Thüringen
– Kita Regenbogenfisch Gera Thüringen
Schweiz
Kinderkrippe Tröimschlossji Glis

Bitte verwendet die Informationen über die Kitas bedacht. Bitte bedenkt, dass sie nicht nach standardisierten Verfahren ausgewählt wurden oder gar ein Siegel tragen. Ihr könnt deshalb auch keine speziellen Ansprüche an die aufgelisteten Einrichtungen erheben.

75 – Umgang mit verletzendem Verhalten durch pädagogische Fachkräfte mit Prof. Dr. Regina Remsperger-Kehm

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Lea Wedewardt
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Prof. Regina Remsperger-Kehm

In dieser Podcastepisode berichtet die Professorin der Hochschule Fulda Regina Remsperger-Kehm über ihre gemeinsam mit Astrid Boll erhobene Studie

Viel Freude beim Hören.

Möglichkeiten zum Weiterlesen: Gewalt durch pädagogische Fachkräfte verhindern: Die Kita als sicherer Ort für Kinder„>Ballmann, A. E.: Seelenprügel

Kontakt zu Prof. Dr. Regina Remsperger-Kehm: https://www.hs-fulda.de/sozialwesen/ueber-uns/professuren/details/person/prof-dr-regina-remsperger-kehm-3018/contactBox

Kontakt zu mir: bo.kinderbetreuung@gmail.com

Webseite: https://www.beduerfnisorientierte-kinderbetreuung.de/

BO Akademie: www.bo-akademie.de, kontakt@bo-akademie.de, https://elopage.com/s/bo-akademie

Instagram: @derkitapodcast, Facebookgruppe: „Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung“

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74 – Bedürfnisorientierte Raumgestaltung mit Katrin Schröder

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Katrin Schröder

In diesem Gespräch versuchen die Erzieherin Katrin Schröder und ich herauszuarbeiten, wie die Umgebung für Kinder in der Kita geschaffen sein muss, damit sie sich ihre Bedürfnisse jeder Zeit und selbständig erfüllen können. Wir versuchen insgesamt zu beantworten, was eine bedürfnisorientierte Raumgestaltung bedeuten könnte.

Dabei haben wir folgende Fragen bewegt: Wie wichtig ist ein jederzeit zugängliches Außengelände? Wie kann es möglich sein, dass Kinder sich jederzeit mit Essen und trinken versorgen können? Wie sollten Ruhe- und Schlafräume gestaltet sein? Wozu braucht es Rückzugsräume? Wie kann Selbstbestimmung von Kindern durch Mobiliar und Raum gefördert werden? Wie wichtig sind die Bildungsbereiche in der Raumgestaltung?

Weil sich Katrin Schröder viel mit Motorik und kindlichen Reflexen befasst, liegt ein Schwerpunkt des Gesprächs auf dem Bedürfnis der Bewegung.

Viel Freude beim Anhören!

Kontakt zu Katrin Schröder: katrinmschroeder@gmx.net, https://xn--kinder-erfolgreich-strken-5ec.de/ und https://www.raumwirken.de/

Mail: bo.kinderbetreuung@gmail.com Webseite: https://www.beduerfnisorientierte-kinderbetreuung.de/

BO Akademie: www.bo-akademie.de, kontakt@bo-akademie.de

Instagram: @derkitapodcast Facebookgruppe: „Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung“

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73 – Personalmangel und Mitarbeitergewinnung

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Bernd Leitsoni

Der Personalmangel ist immens. Viel zu wenige Fachkräfte müssen sich um viel zu viele Kinder kümmern. Die Bertelsmann Stiftung belegt immer wieder, wie gravierend die Personalsituation ist, wie viele Fachkräfte fehlen und wie wenig es gelingt, qualifiziertes Personal zu finden.

Auf was es in diesen Zeiten also ankommt, ist eine durchdachte Mitarbeiter:innenacquise. Bei diesem hohen Fachkräftemangel reicht es nicht mehr aus, ein einfache Stellenazeige aufzugeben. Darauf melden sich „Wenn ich glück habe zwei Bewerber:innen“ hörte ich letztens frustriert eine Leiterin einer Kita sagen.

Diesmal habe ich Bernd Leitsoni zu Gast. Er ist Geschäftsführer der Marketingfirma Riffbird und des Unternehmens Kita Mitarbeiter (https://www.kitamitarbeiter.de/). Im Interview erzählt er, wie es möglich ist, Erzieherinnen und Erzieher zu gewinnen, die kompetent sind und „zu einem passen“, die die gleichen Werte leben. Er berichtet, wie die Mitarbeiteracquise effektiver und nachhaltiger möglich ist und somit eine Entlastung für die Leitungskräfte bieten kann.

Viel Freude beim Anhören!

Kita Mitarbeiter: https://www.kitamitarbeiter.de/

Riffbird: https://www.riffbird.com/

Mail: bo.kinderbetreuung@gmail.com Webseite: https://www.beduerfnisorientierte-kinderbetreuung.de/ BO Akademie: www.bo-akademie.de, kontakt@bo-akademie.deInstagram: @derkitapodcast Facebookgruppe: „Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung“

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72 – Morgenkreise bedürfnisorientiert gestalten- Fragenfolge mit Kathrin Hohmann

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Kathrin Hohmann

In dieser Folge beleuchten Kathrin Hohmann und ich gemeinsam das Thema Morgenkreis und wie er bedürfnisorientiert und entspannt gestaltet werden kann. Es handelt sich um eine Fragenfolge, in der wir ausschließlich auf eure Fragen eingegangen sind. Relevant waren folgende Fragen:

  1. Welche Tücken kann ein Morgenkreis haben?
  2. Kann ein Morgenkreis freiwillig sein oder soll ein Kind teilnehmen?
  3. Muss ein Morgenkreis überhaupt sein?
  4. Warum mache ich einen Morgenkreis? Welche Erwartungen habe ich?
  5. Welche Werte sind mir dabei wichtig und warum?
  6. Ist ein Morgenkreis bei U3 Kindern sinnvoll?
  7. Was kann ich tun, wenn im Morgenkreis übegriffiges oder grenzüberschreitendes Verhalten beobachtet wird?

Viel Freude beim Anhören!

Kontakt zu Kathrin:

  • https://kathrinhohmann.de/
  • https://kindheiterleben.de/
  • Facebook: https://www.facebook.com/Kindheiterleben/
  • Instagram: @kindheiterleben

Kontakt zu mir:

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Herausforderung Kita

Kommt ein Kind in die Krippe oder den Kindergarten endet eine Zeit enger Beziehung. Das eng auf einander bezogene Leben wird von einer neuen Phase für Eltern und Kinder abgelöst. Weil der Einstieg in die familienergänzende Betreuung für alle so unbekannt ist, wird sie von einer Bandbreite an unterschiedlichsten Gefühlen begleitet:

Es kann Erleichterung mit sich bringen, wieder mehr Freiraum für die Eltern, Raum für Eigenständigkeit, Autonomie und Selbstwirksamkeit. Auch das Kind kann den Einstieg in die Betreuung als eine Bereicherung erleben und mit Vorfreude genießen. Es kann Stolz empfinden, fühlt sich nun „größer“ und bekommt neue Anregungen, um zu lernen.

Gleichzeitig blicken viele Eltern auch sorgenvoll auf diese Zeit der außerfamiliären Betreuung ihres Kindes. Sie ist mit Angst verbunden, mit einem Gefühl von Traurigkeit und manchmal auch Ohnmacht. Das erste Mal wird das Liebste, das man hat, in „fremde“ Hände gegeben. Nicht zu wissen, wie sehr man selbst die Bezugsfachkraft mag, wie es dem Kind in der Einrichtung geht, es nicht mehr beschützen zu können und es für die Betreuungszeit „aus dem Auge“ zu verlieren bringt ein Gefühl von Kontrollverlust und Ohnmacht mit sich.

Es braucht also eine ordentliche Portion an Vertrauen. Um loszulassen und Vertrauen aufzubauen, hilft es jedoch nicht, zu hören: „Du musst mal loslassen!“ oder „Tränen gehören dazu!“. Um Vertrauen entwickeln zu können, braucht es Vertrauen, nicht weil ich es mir einrede, sondern weil ich es entwickeln konnte.

Was es braucht, um Vertrauen entwickeln zu können:

  • eine gute Beziehung zu den Fachkräften
  • als Eltern mit den eigenen Gefühlen erst genommen zu werden
  • als Eltern mit den eigenen Bedürfnissen gesehen zu werden
  • als Eltern mit den eigenen Grenzen gesehen zu werden
  • als Eltern auch eigene Werte mit einbringen zu dürfen
  • die Möglichkeit Konflikte konstruktiv zu besprechen und Kompromisse zu schließen

Der größte Konflikt, der sich in der Kinderbetreuung anbahnen kann, besteht darin, dass die eigenen Werte eines beispielsweise bedürfnisorientierten Umgangs auf die Werte der Einrichtung stoßen und diese wenig vereinbar sind. Wird das eigene Kind in der Kita belohnt, bestraft, manipuliert, verglichen, beschämt oder in irgendeiner Weise nicht so angenommen, wie es ist, kann das für Eltern sehr belastend sein. Sie befinden sich dann nicht nur in einem Konflikt mit den Fachkräften, sondern tragen andauernd einen eigenen, inneren Konflikt mit sich. Es werden innere Stimmen laut, die den eigenen Kopf zum Platzen bringen können oder den Bauch zum schmerzen.

Innere Fragen von Eltern im Wertekonflikt

  1. Kann ich meinem Kind diese Einrichtung zumuten?
  2. Wird es trotz anderer Werte in der Einrichtung psychisch gesund aufwachsen können?
  3. Welche Verhaltensweisen von Fachkräften sind ok und welche nicht?
  4. Wie kann ich Konflikte ansprechen?
  5. Wie veränderbar ist die Haltung der Fachkräfte?
  6. Ab wann sollte ich mein Kind aus der Einrichtung nehmen?
  7. Gibt es alternative Einrichtungen?
  8. Kann und will ich mein Kind zuhause lassen?

Eine gute Beziehung zwischen Fachkräften, Kindern und Eltern ist möglich und die entscheidende Voraussetzung für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. In unserem Buch „Kinder achtsam und bedürfnisorientiert begleiten“ (Wedewardt/Hohmann 2021) zeigen wir auf, dass eine achtsame, gewaltfreie und bedürfnisorientierte Pädagogik möglich ist.

Werden in der Einrichtung des eigenen Kindes jedoch keine bedürfnisorientierten Werte gelebt, gibt es verschiedene Wege damit umzugehen. Je nachdem, wie die familiären Verhältnisse sind, welche Bedürfnisse Eltern haben, welche Persönlichkeit das Kind hat und wie schwerwiegend die Wertekonflikte zwischen zuhause und der Einrichtung sind, können individuelle Strategien erarbeitet werden, um einen gemeinsamen, glücklichen Weg zu finden. Die Möglichkeiten reichen vom Ansprechen eigener Bedürfnisse im vier-Augen-Gespräch mit der Fachkraft bis hin zur Meldung beim Träger aufgrund von beobachtetem, grenzverletztendem Verhalten in der Kita.

Gelingt es, die Bindungs- und Bedürfnisorientierung auch in den Einrichtungen nicht nur im Hinblick auf das Kind, sondern auch in der Beziehung zwischen Fachkräften und Eltern zu leben, kann die Krippen- und Kindergartenzeit eine wichtige und bereichernde Phase im Leben einer Familie darstellen. Sie muss nur für alle gesund sein.

71 – Kinder in ihrer natürlichen Sprachentwicklung begleiten

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Lea Wedewardt
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Bärbel Koch

In dieser Folge spreche ich mit der Logopädin Bärbel Koch über die natürliche Sprachentwicklung von Kindern und wie wir sie in ihrer Entwicklung begleiten können. In ihrem Buch: „Korrigier mich nicht! Sprechen lerne ich von selber“ erklärt sie ausführlich, wie Kinder Sprache natürlicherweise entwickeln und wie Erwachsene sie in ihrer Entwicklung hemmen oder fördern können. Wichtig ist ihr, welche Botschaften Erwachsene senden, wenn sie mit Kindern sprechen und sie in verschiedener Weise oft unbewusst korrigieren. Wie sich Sprache von Kindern entwickelt und wie wir sie in ihrer Sprachentwicklung begleiten können, davon handelt diese Podcastfolge.

Viel Freude beim Anhören!

Kontakte zu Bärbel Koch:

Kontakt zu mir: bo.kinderbetreuung@gmail.com und über die Webseite: https://www.beduerfnisorientierte-kinderbetreuung.de/

BO Akademie: www.bo-akademie.de, kontakt@bo-akademie.de

Instagram: @derkitapodcast Facebookgruppe: „Bedürfnisorientierte Kinderbetreuung“

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